Minimalistisches Badezimmer – Meine 6 Tipps, um Plastik zu sparen

Minimalistisches Badezimmer – Meine 6 Tipps, um Plastik zu sparen

Plastik ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Es ist leicht, günstig, praktisch – und genau deshalb überall. Auch in unseren Badezimmern stapeln sich oft Flaschen, Tuben, Tiegel und Verpackungen. Lange Zeit habe ich mir darüber ehrlich gesagt kaum Gedanken gemacht. Wieso sollte ich auch?

Damen Hygiene Artikel vegan, plastikfrei und minimalistisch

Doch je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Plastik ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern kann auch unserer Gesundheit schaden. In vielen Produkten stecken Mikroplastik, Weichmacher oder hormonell wirksame Stoffe, die über Haut und Schleimhäute aufgenommen werden können. Gleichzeitig gelangen sie über unser Abwasser in Flüsse und Meere – mit Folgen, die wir längst nicht mehr ignorieren können.

Also habe ich angefangen, mein Badezimmer Schritt für Schritt zu verändern. Ganz sanft und nicht radikal.Ich habe nichts weggeworfen, nur um nachhaltiger zu wirken, sondern erst ersetzt, wenn etwas leer war. Und genau diese Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen. Vielleicht findest du ja die eine oder andere Inspiration für dein eigenes Badezimmer.

1. Mundhygiene – kleine Veränderung, große Wirkung

Zahnbürsten aus Bambus oder Holz eine tolle Altnative zu Plastikzahnbürsten

Das erste Produkt, das ich ersetzt habe, war meine Zahnbürste. Sie landet alle paar Monate im Müll und besteht fast immer komplett aus Plastik. Hochgerechnet auf ein ganzes Leben kommt da eine erschreckende Menge zusammen.

Als ich damit angefangen habe, gab es kaum Auswahl. Heute sieht das ganz anders aus:
Fast jede Drogerie und sogar viele Supermärkte führen inzwischen plastikärmere oder plastikfreie Zahnbürsten.

Gängige Alternativen sind:

  • Zahnbürsten aus Bambus oder Holz
  • Modelle mit austauschbarem Bürstenkopf
  • Kombinationen aus Naturmaterialien und pflanzenbasiertem Kunststoff

Ein wichtiger Punkt, den ich gelernt habe: Die Härtegrade unterscheiden sich enorm. Ich hatte schon Zahnbürsten mit der Aufschrift „Soft“, die sich angefühlt haben wie Drahtbürsten. Gerade bei empfindlichen Zähnen oder Zahnfleisch lohnt es sich, verschiedene Modelle auszuprobieren.

Meine persönlichen Empfehlungen:

*The Humble Brush (Soft / Sensitive)
Der Griff besteht aus biologisch abbaubarem Bambus mit Wachsbeschichtung, die Borsten sind BPA-frei und teilweise pflanzenbasiert. Für mich eine der sanftesten Bürsten, die ich je benutzt habe.

*TePe Choice Zahnbürste mit Holzgriff
Besonders praktisch, weil man nur den Bürstenkopf austauscht. Der FSC-zertifizierte Buchenholzgriff liegt gut in der Hand und wirkt sehr hochwertig. Für mich eine langfristig durchdachte Lösung.💡 Hinweis: Wer auf Veganismus und Tierleidfreiheit achtet, sollte darauf achten, dass die Borsten nicht aus Wildschweinborsten bestehen.

2. Gesichtsreinigung – weniger Müll, mehr Pflegegefühl

Abschminkpads wiederverwendbar und Geldsparend

Ein Produkt, das unglaublich viel Müll verursacht und sich gleichzeitig superleicht ersetzen lässt, sind Abschminkpads und Feuchttücher. Gerade Feuchttücher bestehen oft aus Kunststofffasern und zersetzen sich kaum auch wenn sie als „biologisch abbaubar“ beworben werden.

Ich nutze seit Jahren:

  • wiederverwendbare Abschminkpads
  • oder ganz klassisch: *Waschlappen

Es gibt Pads aus Bambus, Bio-Baumwolle oder Mischgeweben. Sie lassen sich einfach waschen und halten oft viele Jahre.

👉 Aktuell nutze ich Ähnliche  *Abschminkpads aus Bambus

Weniger Müll, kein ständiges Nachkaufen – und ganz ehrlich: Sie reinigen oft sogar besser als Einwegpads.

Wer handwerklich geschickt ist, kann sich Abschminkpads auch selbst nähen oder aus pflanzlicher Bio-Baumwolle oder -wolle häkeln. Eine schöne Möglichkeit, Stoffreste sinnvoll zu nutzen.

3. Damenhygiene – mein größter Gamechanger im Badezimmer

Periodenslips nicht nur günstig auf lange Sicht sondern auch praktisch und bequem

Der monatliche Müll durch Tampons und Binden ist enorm. Viele Einwegprodukte enthalten zudem Plastik, Duftstoffe oder Bleichmittel. Lange habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, weil es „normal“ war. Heute weiß ich: Es gibt so viele Alternativen  und viele davon sind nicht nur nachhaltiger, sondern auch deutlich angenehmer.

*Stoffbinden
Eine tolle Alternative zu Wegwerfbinden. Es gibt sie:

  • zum Falten oder Einlegen
  • mit Klett oder Druckknöpfen
  • in verschiedenen Stärken

*Menstruationstasse
Ich habe jahrelang eine Tasse (z. B. von *Lunette) genutzt und kam grundsätzlich gut damit zurecht. Sie sammelt das Blut und kann viele Jahre verwendet werden. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass sie für mich nicht mehr die beste Lösung ist – und habe weiter gesucht.

*Femdisc
Dann habe ich die *Femdisc entdeckt – und war ehrlich überrascht, wie anders sie ist. Keine Auslaufen, kein Unterdruck, sie sitzt anders als eine Tasse und kann sogar handsfree entleert werden. Gerade an langen Tagen für mich eine sehr smarte Lösung.

Periodenslips – meine Lieblingslösung
Seit ein paar Jahren nutze ich am liebsten Periodenslips. Sie bestehen meist aus mehreren Lagen Bio-Baumwolle oder Viskose, kombiniert mit saugfähigen, atmungsaktiven Membranen – ganz ohne Plastikfolie.

Ich trage sie:

  • alleine
  • oder in Kombination mit Tasse oder Disc

Mir war wichtig:

  • vegan
  • fair produziert
  • hohe ethische Standards

Deshalb habe ich mich für *MyMense entschieden. Ich habe mir zuerst ein Bundle gekauft und nach dem Testen noch weitere Modelle ergänzt.

👉 Mein Einstiegs *Bundle von Mymense

Ja, die Anschaffungskosten sind höher – dafür gibt es keine Folgekosten. Für mich langfristig die entspannteste Lösung.

4. Deos – weniger Müll, bessere Inhaltsstoffe

Deocreme ist bei mir immer dabei – Platzsparend und günstig

Deos benutzen wir täglich. Sprays in Aluminiumdosen oder Roll-ons aus Plastik sind weder besonders umweltfreundlich noch immer hautfreundlich.

Ich nutze seit Jahren Deocremes.
Man braucht nur eine sehr kleine Menge – ein Tiegel hält bei mir oft über sechs Monate.

Meine Wahl: *GREENDOOR Deocreme

  • ohne Aluminium
  • ohne Alkohol
  • zertifizierte Naturkosmetik
  • Verpackung aus 100 % recyceltes Altplastik aus Küstensammlungen

Laut Hersteller spart man im Vergleich zu herkömmlichen Deos etwa 4–5 Verpackungen pro Jahr.

Sogar meine Teenager-Tochter nutzt sie inzwischen lieber als trendige Sprays, die oft kaum wirken.

Ich habe auch andere Deocremes im Glas ausprobiert – leider haben sie bei mir nicht zuverlässig funktioniert. Rolldeos aus Glas waren ebenfalls nichts für mich. Trotz vieler Marken habe ich irgendwann gemerkt: Ich rieche damit einfach unangenehm.
Deshalb habe ich für mich entschieden, aktuell ein Deo mit veganer, möglichst natürlicher Formel zu nutzen – auch wenn es in einem Plastikbehälter ist. Nachhaltigkeit darf realistisch und alltagstauglich sein. 

Andere Alternativen sind z. B.:

5. Shampoos & Seifen – fest statt flüssig

feste Seifen und Shampoos – wunderschön anzusehen und effektiv

Auch hier lässt sich sehr schnell Plastik sparen:

Ich nutze handgemachte feste Shampoos für die Haare und feste *Naturseifen für den Körper. Die Auswahl ist mittlerweile riesig – auch für empfindliche Kopfhaut oder coloriertes Haar / Dreads.

Marken wie *Greendoor , *SANTE oder *LAVERA bieten plastikfrei verpackte Seifen in Pappe an.

Zur Aufbewahrung nutze ich:

Praktisch, hygienisch und optisch einfach viel schöner als bunte Plastikflaschen.

6. Handtücher – lieber Naturfasern statt Mikroplastik

Kuschelig weiche Baumwolltücher

Ein Punkt, über den kaum gesprochen wird: Mikrofaserhandtücher.
Sie bestehen aus Kunststoff und können beim Waschen Mikroplastik freisetzen.

Ich habe mich bewusst für hochwertige *Bio-Baumwollhandtücher entschieden. Sie fühlen sich besser an, halten lange und passen perfekt zu einem minimalistischen Badezimmer. Für mich ein kleiner Luxus, der sich jeden Tag gut anfühlt.

Mein Fazit

Niemand muss von heute auf morgen alles verändern. Und niemand muss perfekt sein.
Auch ich habe Zeit gebraucht, vieles ausprobiert und einiges wieder verworfen. Manche nachhaltigen Alternativen haben für mich einfach nicht funktioniert – und das ist okay.

Nachhaltige Produkte sind oft in der Anschaffung teurer, aber langfristig lohnen sie sich fast immer. Weniger Nachkaufen, weniger Müll, weniger Reizstoffe – und für mich persönlich auch ein spürbarer gesundheitlicher Unterschied.

Ein Badezimmer mit weniger Plastik:

  • wirkt ruhiger
  • sieht hochwertiger aus
  • tut dem Körper gut
  • und schont die Umwelt

Mein Tipp:
Schau dir deine Produkte wirklich mal an. Oft benutzen wir ohnehin nur einen Teil davon regelmäßig. Weniger zu besitzen fühlt sich oft leichter an, als man denkt.

💚 Jetzt bist du dran:
Welche nachhaltigen Produkte nutzt du gerne im Badezimmer?
Ich freue mich riesig über Inspiration in den Kommentaren.

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Geschrieben von Jana

Servus, ich bin Jana! Gemeinsam mit meiner Familie , bin ich 2020 von Deutschland nach Österreich ausgewandert. Über unsere Auswanderung und das Leben blogge ich auf freigelebt.at - außerdem schreibe ich auch über die Themen Nachhaltigkeit, Camping, Veganismus und unser Familienleben. Ich wünsche dir viel Spaß beim lesen :-)

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