Heute möchte ich einmal darüber sprechen, was ich nicht mehr kaufe, wie es überhaupt dazu gekommen ist und welche Alternativen ich euch von Herzen empfehlen kann.
Was ich NICHT mehr kaufe – 10 Dinge, die ich aus meinem Alltag gestrichen habe.
Zuerst einmal braucht es ein Bewusstsein. Und das entsteht bei den wenigsten von heute auf morgen. Es ist ein Prozess. Bei mir hat dieser Prozess schon früh begonnen. Mit etwa 13 oder 14 Jahren entschied ich mich vegetarisch zu ernähren. Damals habe ich noch gar nicht groß darüber nachgedacht, aber allein diese Entscheidung hat meinen Konsum langsam verändert – wenn auch erst in einem kleinen Rahmen.
Mit etwa 18 oder 19 begann ich mich intensiver mit dem Veganismus zu beschäftigen. Wieder veränderte sich mein Konsumverhalten. Ich las mehr, hinterfragte mehr, kaufte bewusster ein. Für den einen oder anderen mag das radikal wirken, für mich fühlte es sich einfach stimmig an. Nicht perfekt, nicht dogmatisch – sondern ehrlich.
Eine wirklich große Wende kam mit der Geburt meiner Tochter.
Wegwerfwindeln

Ich erinnere mich noch gut, dass mir in der Schwangerschaft eine eher fremde Person Stoffwindeln nahelegen wollte. Ich wollte nicht einmal zuhören. Ich dachte nur: Was für ein kompliziertes, unnötiges Konzept. Ich war schwanger, überfordert genug und wollte es mir nicht noch schwerer machen.
Doch einige Monate nach der Geburt kam der Gedanke von ganz allein zurück. Ich begann langsam – kaufte ein paar gebrauchte Stoffwindeln, später zwei neue. Ein bunter Mix. Und ich war ehrlich überrascht.
Stoffwindeln waren gar nicht kompliziert. Ja, die Anschaffung ist zunächst teurer, aber über die gesamte Wickelzeit spart man enorm viel Geld. Ein Baby verbraucht mehrere tausend Wegwerfwindeln – jede einzelne bleibt über Jahrzehnte bestehen. Als meine Tochter trocken wurde, konnte ich unsere Stoffwindeln sogar noch mit einem kleinen Plus weiterverkaufen. Für mich war das eine echte Win-win-Situation: Geld gespart, Produkte weitergegeben und gleichzeitig Müll reduziert.
Ab diesem Punkt wurde ich deutlich aufmerksamer. Ich begann, Stück für Stück andere Dinge in unserem Haushalt zu hinterfragen.
Einwegstrohhalme



Es fing mit Kleinigkeiten an. Meine Tochter liebte grüne Smoothies – natürlich mit Strohhalm. Also ersetzte ich die Plastikstrohhalme durch Edelstahlstrohhalme. Diese kann man ganz einfach mit Wasser und einer schmalen Bürste reinigen. Sie halten ewig und fühlen sich einfach besser an als dieses dünne Wegwerfplastik.
- Wunderschöne *Smoothie Gläser mit Strohhalm aus Edelstahl
- Biegsame *Edelstahl Strohhalme
Plastikbecher

Auch Plastikbecher tauschte ich nach und nach aus. Stattdessen kauften wir robuste Gläser – viele davon secondhand. Ich mochte den Gedanken, Dingen ein zweites Leben zu geben. Und ganz ehrlich: Es sieht einfach schöner aus.
Plastikbrotdosen







In der Küche ging es weiter. Ich hatte viele Plastikdosen, gerade für Kindergarten und Schule nutzte ich gerne Bento-Boxen. Irgendwann wollte ich jedoch nicht mehr, dass unser frisch gekochtes, hochwertiges Essen ständig mit Plastik in Berührung kommt. Statt alles wegzuwerfen, verkaufte ich gut erhaltene Dosen auf Vinted oder Kleinanzeigen.
Ersetzt habe ich sie durch Edelstahldosen. Später gönnte ich uns eine unterteilte Edelstahl-Lunchbox. Sie war nicht günstig, aber sie begleitete uns viele Jahre – durch Krabbelstube, Kindergarten, Schule und Verein. Solche Anschaffungen lohnen sich langfristig. Weniger kaufen, aber bewusster.
Auf den Fotos erkennst du :
- Brotdose von *LunchBots mit praktischen Trennfächern.
- *Glasbrotdose ähnlich wie diese
Überflüssige Küchenutensilien



Auch insgesamt habe ich meine Küche immer wieder reduziert. Mir wurde bewusst, dass wir von vielen Dingen zu viel besitzen. Dinge, die kaputt waren, nicht mehr richtig schlossen oder einfach nicht genutzt wurden, durften gehen. Nicht alles auf einmal – aber Schritt für Schritt.
Meinen Wasserkocher habe ich durch einen *Wasserkessel von Riess mit niedlichen Pünktchen Dekor ersetzt und so mit Plastik minimiert und mehr Platz in meiner Küche.
Plastikaufbewahrung

Plastikdosen wurden immer weniger. Große Gurkengläser nutze ich heute für trockene Lebensmittel. Auf dem Flohmarkt kaufte ich Einmachgläser. Einige Glasbehälter stammen aus der 365er Serie von Ikea, bei der man unterschiedliche Deckel kombinieren kann. Glas fühlt sich für mich wertiger und langlebiger an.
Plastikteller und Plastikgeschirr





Gerade mit kleinen Kindern greift man schnell zu bruchsicherem Geschirr. Aber wenn ich die vielen Kratzer im Plastik sah, wusste ich: Das Material nutzt sich ab – und vielleicht nehmen wir es sogar mit auf. Das wollte ich nicht. Heute nutzen wir Edelstahl, Emaille, Porzellan und Keramik Teller . Unser Zuhause darf sich wertig und gemütlich anfühlen.
Meine niedlichen *Polka Dots Suppenteller aus Keramik findest du zb. auf Amazon
ebenso die tollen *Edelstahl Teller, die perfekt zum Campen sind oder für den wilden Alltag als Mama.
Einweg-Plastikflaschen




Beim Thema Getränke haben wir ebenfalls umgestellt. Zuhause nutzen wir einen Wassersprudler mit Glasflaschen. So sparen wir viele Plastikflaschen und müssen keine schweren Getränkekisten schleppen. Für unterwegs hatten wir zunächst eine Emil-Flasche – eine Glasflasche mit schützender Stoffhülle. Sie war wirklich robust. Irgendwann wurde sie uns jedoch zu schwer, deshalb sind wir auf Edelstahlflaschen umgestiegen. Sie sind leichter und alltagstauglicher.
Auf den Bildern siehst du :
- Unsere *leichte Edelstahl Trinkflasche – praktisch für unterwegs.
- Kultige und hochwertige *Glastrinkflasche von Emil
- Nintendo Glasflaschen ähnlich wie diese *Flaschen
Aktuell Nutzen wir zum Wassersprudeln die *Marke Sodapop – die Flaschen des Sprudlers sind aus Glas
aber ich habe gesehen, dass die *Marke Arrke einen Wassersprudler aus Edelstahl anbietet mit PET Flaschen
Einwegperiodenprodukte

Nach der Schwangerschaft begann ich außerdem, mich mit Alternativen im Bereich Damenhygiene zu beschäftigen. Durch die Erfahrung mit Stoffwindeln wurde mir bewusst, wie viel Müll auch hier entsteht. Zuerst probierte ich Menstruationstassen aus. Über die Jahre testete ich verschiedene Modelle. Später wechselte ich zu einer Menstruationsscheibe die *FEMDISK, die ich im Alltag sehr angenehm finde.
Zusätzlich nutzen wir – je nach Bedarf –* Periodenunterwäsche von my mense – ein kleines Unternehmen aus Österreich. Da wir vegan leben, war mir wichtig, dass diese ebenfalls vegan ist und gut saugt. Besonders nachts empfinde ich sie als sehr sicher. Je nach Zyklustag kombiniere ich auch beides.
Hier geht es zu meinen Blogbeitrag : Unsere Periode und die Umweltzerstörung
Flüssige Shampoos und Deosprays in Plastik

Im Badezimmer sind wir noch nicht komplett plastikfrei – und das ist in Ordnung. Es ist ein Prozess. Eine wirklich überzeugende plastikfreie Zahnpasta habe ich für mich noch nicht dauerhaft gefunden. Unsere Zahnbürsten sind jedoch aus Bambus. Mein Deospray habe ich gegen eine plastikärmere Alternative ausgetauscht. Seit ich Dreads trage, nutze ich feste Shampoos statt flüssigem Shampoo. Zusätzlich spüle ich meine Haare oft mit einer sauren Rinse aus Essig oder Kamillentee.
Lese meinen Artikel : Minimalistisches Badezimmer – Meine 6 Tipps, um Plastik zu sparen
Aktuell nutzen wir die Zahnpasta von* Lavera – Vegane Zahnpasta – gänzlich Plastikfrei wären *Zahnputztabletten
Mein Fazit :

Auch beim Einkaufen versuchen wir, Plastik zu reduzieren. Das ist tatsächlich einer der schwierigsten Bereiche. Obst und Gemüse sind oft verpackt. Für mich steht an erster Stelle, dass unsere Lebensmittel vegan sind – danach versuche ich Verpackung zu vermeiden. Wir kochen viel frisch, dadurch kommt automatisch weniger Verpacktes ins Haus. Beim Einkaufen nutzen wir Baumwolltaschen oder einen Korb. Ausnahmen mache ich bewusst bei geretteten Lebensmitteln – denn bevor Essen weggeworfen wird, nehme ich die Verpackung in Kauf.
Schau dir meinen Artikel : Günstige Bioprodukte kaufen gerne an
Wie bereits gesagt: Alles ist ein Prozess. Erst kommt die Erkenntnis. Dann folgen kleine Schritte. Manche Menschen ändern ihr Leben von heute auf morgen. Bei mir war es ein langsamer Weg. Ich muss niemandem etwas beweisen. Ich mache es so gut ich kann – mit Familie, mit begrenztem Budget und ohne Perfektionsdruck.
Was ich nicht mehr kaufe, ist am Ende weniger wichtig als die Haltung dahinter. Es geht darum, bewusster zu leben – nicht perfekt.
Mich würde interessieren: Gab es bei euch einen Moment, der euer Konsumverhalten verändert hat? Und gibt es etwas, das ihr bewusst nicht mehr kauft?
Einige Links in diesem Beitrag sind sogenannte Affiliate-Links und mit einem * gekennzeichnet. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis natürlich nichts – du unterstützt damit lediglich unsere Arbeit. Danke dafür ♡


