Walterra findet am Mondsee bei Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt, nahe Leipzig statt. Ein eher kleines, überschaubares Festival direkt am Wasser, mit Campingplatz angrenzend – und genau das macht seinen Charme aus.

Eigentlich waren wir beruflich dort – Johannes sollte als Videograf www.plantbased.media filmen und ein Aftermovie drehen. Und doch war es so viel mehr als Arbeit. Es war ein kleines Stück Freiheit am See. Ein spätsommerliches Innehalten. Ein Festival, das sich nicht groß machen muss, um groß zu wirken.
Eine Woche vorher – zwischen Aufbau und Abendgitarre

Wir kamen bereits eine Woche vor Festivalbeginn an.
Mit unserem MB100 „Franz“ standen wir bei der Helfer Crew und bekamen zum ersten Mal mit, wie ein Festivalgelände entsteht. Zelte wuchsen aus dem Boden, Kabel wurden verlegt, die Bühne aufgebaut. Johannes filmte schon fleißig den Aufbau, Aylin half ab und an mit – und abends saßen Menschen am See, spielten Gitarre,erzählten sich was und lachten miteinander.
Es fühlte sich nicht nach Eventindustrie an. Es fühlte sich nach Gemeinschaft an.
Das Gelände – klein, lebendig, direkt am Wasser

Das Festivalgelände selbst ist eher kompakt, aber liebevoll gestaltet. Innen befindet sich eine feine Auswahl an Essensständen, eine kleine Hauptbühne, ein überdachtes Zelt für Workshops – und natürlich der See.
Der Mondsee ist wirklich wunderschön. Mit Strandabschnitt, Beach-Feeling statt klassischem „Baggersee-Gefühl“. Menschen spielten Volleyball, andere machten Yoga, einige entspannten einfach in der Sonne. Und ja – es wurde auch FKK gebadet. Ganz selbstverständlich, ohne Aufsehen. Es wirkte natürlich und niemanden störend.
Essen & Getränke – überwiegend vegan, teils glutenfrei
Für uns als vegan lebende Familie war das Angebot wirklich angenehm.
- Ein Stand mit Pommes & Falafel – komplett vegan (wenn auch nicht glutenfrei).
- Langosch, davon zwei vegane Varianten.
- Ein Stand mit täglich wechselnden Gerichten – meist Dal mit Reis, einmal Spaghetti. Immer vegan, teilweise glutenfrei.
- Getränke-Stand mit veganen & glutenfreien Kuchenstücken.
- Und mein persönliches Highlight: vegane, glutenfreie Waffeln. So gut, dass ich sie mehrfach essen musste.










Es gab außerdem Kaffee, rohen Kakao und gekühlte Getränke etwas abseits.
Ich meine mich zu erinnern, dass es auch Honig und frische Säfte in Flaschen gab.
Was ich mir noch gewünscht hätte? Einen Eisstand. Trotz Spätsommer war es recht heiß.
Ein kleiner Wermutstropfen: Am zweiten Tag stand außerhalb des Geländes plötzlich ein Würstchenstand. Das Festival selbst war vegetarisch/vegan ausgerichtet – dieser Kontrast fühlte sich für mich unnötig an. Ich glaube, man kann auch ein Wochenende ohne Fleisch feiern.
Kunst, Tattoos & Begegnungen
Zwischen den Essensständen gab es Schmuck, Kleidung, Selbstgemachtes und sogar Tattoos.
Ich habe mir dort ein kleines Fliegenpilz-Tattoo stechen lassen – gestochen von der lieben Antonia. Es passt so wunderbar zu mir.
Einige ließen sich sogar einen kleinen Wal mit Erde auf dem Rücken tätowieren – passend zum Namen Walterra. Ich fand das wunderschön.


Und dann war da noch Louisa Laakmann.Ich kannte sie nur aus dem Internet, mit ihrer wunderschönen leichten Musik – und stand am ersten Tag da und dachte: „Haha, die sieht ja aus wie die Sängerin.“ Bis mir klar wurde: Das ist sie <3
Ihre Musik live zu hören, war eine dieser leisen, besonderen Festivalmomente. Am letzten Tag des Festivals jammten einige Künstler noch zusammen, dass war auch so ein schöner Moment.










Musik – Ska, Reggae & tanzbare Energie
Das Line-up war für ein kleines Festival erstaunlich vielfältig.
Unter anderem spielten:

- Che Sudaka
- Blue Tone Stromers
- Martin Jondo
- I-Fire
- Luisa Laakmann
Und viele weitere.
Es wurde getanzt, gelacht, gebounced. Und gleichzeitig war es nie überfordernd laut oder unpersönlich.

Kinderprogramm
Es gab eine Kinderecke mit Bastelangeboten. Unsere Tochter war damals 13 – eigentlich schon „zu groß“ – und blieb trotzdem dort, half mit und übte mit den Kindern und der zuständigen Dame eine kleine Zirkusnummer ein, die am letzten Tag aufgeführt wurde. Es war unglaublich süß.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass dieser Bereich künftig von mehreren Personen getragen wird – aber es war trotzdem eine liebevolle Idee.
Sauna am See & Duschen – echtes Plus
Eine wunderschöne Sauna direkt am Wasser wurde rege genutzt.
Wir selbst sind keine Saunagänger, aber es sah traumhaft aus. Die Saune wirkte schon von außen märchen und hippehaft.
Und: Es gibt Duschen vor Ort.
Das ist bei Festivals wirklich selten – und ein großer Pluspunkt. Wenn man lange tanzt, ist so eine warme oder kalte Dusche wirklich ein Segen.
Unser Fazit – Arbeit & Geschenk zugleich










Ja, wir waren dort, um zu filmen. Ja, wir hatten freien Eintritt.
Aber alles, was ich hier schreibe, ist meine ganz persönliche Meinung.
Walterra ist ein gemütliches, herzliches Festival. Auch als eher introvertierte Familie konnten wir dort eine richtig schöne Zeit erleben. Man muss nicht laut sein, um dazuzugehören. Und gerade mit der Kamera kamen wir dann doch mit der ein oder anderen Person ins Gespräch.
Die Preise finde ich sehr fair (Erwachsene ca. 100–110 € für 4 Tage inkl. Camping & Workshops, Kinder- & Teenie-Tickets günstiger, Parkticket extra). Für das, was geboten wird, empfinde ich das als human.
Wenn ihr Ska oder Reggae liebt, Lust auf Sommerausklang am See habt und ein Festival sucht, das noch nicht von Kommerz überrollt ist – dann schaut euch Walterra einmal an.
Und wenn ihr möchtet, schaut euch gern unser Aftermovie an.Ich habe es selbst schon mehrfach angesehen – Johannes hat die Leichtigkeit dieses Wochenendes wirklich wundervoll eingefangen.
Wenn du selbst überlegst, das Walterra Festival am Mondsee zu besuchen und nach Erfahrungen suchst, hoffe ich, dass dir unser persönlicher Einblick bei deiner Entscheidung hilft.
Unsere nachhaltige Festival Packliste
Damit so ein Wochenende am See wirklich entspannt bleibt, haben wir ein paar Dinge immer dabei. Vielleicht inspiriert dich unsere kleine Liste:

*Edelstahl-Trinkflasche
Gerade bei Sonne und Tanzen am See Gold wert. Wir vermeiden Einwegflaschen und füllen einfach immer wieder nach.
Leichte Edelstahl-Brotdose
Perfekt für Snacks oder Reste vom Foodstand. Robust, plastikfrei und langlebig.
Vegane Snacks für zwischendurch
Zum Beispiel* Rawbite-Riegel – praktisch, sättigend und schnell im Rucksack verstaut.
Sonnenhut oder Cap
Am Wasser unterschätzt man die Sonne schnell. Ein guter Hut rettet mehr als nur die Frisur.
Vegane Sonnencreme
Uns ist wichtig, dass sie ohne tierische Inhaltsstoffe auskommt und möglichst umweltfreundlich ist – gerade am See.
Dünne Decke für Abende am Wasser
Sobald die Sonne untergeht, wird es frisch. Eine leichte, nachhaltige Decke macht die letzten Konzerte gemütlicher.
Bio-Badehandtuch
Nach dem Schwimmen direkt wieder in trockene, natürliche Stoffe kuscheln – für uns ein kleines Stück Komfort.
Bollerwagen oder großer Rucksack
Unterschätzt, aber genial – besonders bei längeren Wegen vom Parkplatz zum Campingplatz mit kleinen Kindern perfekt um alles zu verstauen oder wenn die Füsse abends müde werden. Unser Kind ist groß, wir hatten den großen *Rucksack von 8000Kicks aus Hanf dabei.
Barfußschuhe oder bequeme Sandalen
Viel stehen, viel tanzen, viel laufen. Bequemes Schuhwerk macht wirklich einen Unterschied.
Ohrstöpsel (für sensible Menschen 😉)
Nicht jedes Set muss man voll auskosten. Manchmal tut es gut, sich kurz akustisch zurückzuziehen.
Powerbank von *Anker
Gerade wenn man filmt oder Fotos macht, ist ein leerer Akku der größte Stimmungskiller.
Periodenunterwäsche
Festival + Periode? Kein Problem. Für mich mittlerweile die entspannteste Lösung unterwegs mit *Mymense
Backofen
Wenn wir mehrere Tage unterwegs sind, nehmen wir übrigens fast immer unseren * Omnia–Ofen mit. Damit backen wir uns sogar unterwegs frisches veganes, glutenfreies Brot – für uns ein kleines Stück Zuhause im Van.
Schreib uns gerne welches alternative Festival du gerne besuchst?
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